Baubiologie & Labordiagnostik   Bernhard Gierok


Luftdichtes Gebäude

Neben der Wärmedämmung ist die Luftdichtheit eines Gebäudes die Voraussetzung für eine energiesparende Bauweise.

Luftdichte Gebäudehülle hat viele Vorteile. Sie verhindert, daß warme Innenraumluft mit der Luftströmung in die Konstruktion eindringt und kondensiert. Viele Feuchteschäden haben da ihren Anfang.
Der unkontrollierte Luftaustausch durch Ritzen und Fugen findet nicht statt. Das spart Energie, verbessert den Schallschutz und erlaubt den Verzicht auf Holzschutzmittel.

Doch die dichte Gebäudehülle hat auch Nachteile: die Neubaufeuchte entweicht nur langsam, Schadstoffe wie Kohlendioxid, Formaldehyd, Stickoxide, Pilzsporen, Staubmilben und andere Allergene reichern sich in der Raumluft an.

Eine schadstofffreie Atemluft mit einem hohen Sauerstoffgehalt verhindert das Wachstum von Mikroorganismen und bildet zugleich die Grundlage für ein behagliches und gesundes Wohnen.
Daher muss in einem dichten Haus regelmäßig geheizt und besonders sorgfältig gelüftet werden.

Die Energieeinsparverordnung und die DIN 4108-7 schreiben eine luftdichte Gebäudehülle vor. Mit dem Differenzdruckverfahren (auch bekannt als Blower Door oder Blower Test) kann die Luft- und Winddichtigkeit des Gebäudes überprüft werden, dabei wird mit einem Ventilator zuerst ein Unter- und nachher ein Überdruck im Gebäude erzeugt. Mit einem Nebel oder Rauch werden unerwünschte Luftbewegungen sichtbar gemacht. Auch eine Wärmbildkamera oder ein Anemometer können bei Bedarf zur Ortung der Leckstellen eingesetzt werden.












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