Baubiologie & Labordiagnostik   Bernhard Gierok


Schimmelpilze

Es ist ein Sammelbegriff für viele unterschiedliche Pilzarten, die beim Wachstum Fäden und Sporen ausbilden und dadurch als weißer oder farbiger Belag sichtbar werden. Um in Gebäuden zu wachsen, brauchen Schimmelpilze Nahrung und Feuchtigkeit.

Die Nahrung liefern organische Materialien wie: Tapeten, Farben, Holz, Kunststoffe, Bodenbeläge, Kleidung, Leder oder Hausstaub. Die Feuchtigkeit liefern defekte Wasser- und Abwasserleitungen oder beschädigte Abdichtungen gegen Regen und Grundwasser.

Auch mangelhafte Dampfsperren und Wärmebrücken durch karge Wärmedämmung, oder ein falsches Verhalten der Bewohner führen oft zu Schimmelpilzwachstum.

Gesundheitsrisiken

Bei sensiblen Personen können bereits geringe Pilzkonzentrationen allergische Reaktionen verursachen, mit Symptomen wie: Schnupfen, Müdigkeit, Bindehautentzündung, Husten oder Kopfschmerzen.

Hohe Pilzbelastungen können zu Asthma und Lungenschäden führen. Viele Schimmelpilze sind außerdem in der Lage, Mykotoxine zu bilden, die das Immunsystem angreifen. Diese Nervengifte können verschiedene Krebsformen oder Hepatitisarten auslösen.

Bei ausgeprägter Immunschwäche sind Schimmelpilze in der Lage, die inneren Organe zu befallen. Ein Schimmelpilzbefall am Herzen endet meistens tödlich.












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